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Ende des Schornsteinfeger-Sonderrechts

Das deutsche
SCHORNSTEINFEGER-SONDERRECHT
muss abgeschafft werden !

 

Das, was umgangssprachlich als "Schornsteinfeger-Recht" bezeichnet wird, entpuppt sich bei etwas genauerer Betrachtung als ein Sonder-Konstrukt aus nationalsozialistischer Zeit, das mit der Rechtsordnung nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in vielen Bereichen nicht vereinbar ist. Wer hier die gesetzlichen Regelungen und die hierauf beruhenden Verordnungen hinterfragt, wird sehr schnell erkennen, dass Lobby-Interessen (nicht nur in diesem Bereich) einer sachlichen und unbürokratischen Neuregelung im Wege stehen.

Die Politik zeigt sich als reform-unwillig oder reform-unfähig.

Die Verwaltung verwaltet bürgerfern nach den Interessen einer Berufsgruppe, nur um ja nicht selbst denken zu müssen.

Die Gerichte suchen bei Klagen nicht das Recht, sondern es ist lediglich eine Herausforderung für die Richter, den Status Quo mit irgend einem Winkelzug rechtfertigen zu können.

Und das Bundesverfassungsgericht? Hier würde dieses juristische Sonder-Konstrukt wohl schnell ein Ende finden, gäbe es da nicht den Trick mit der "Annahme der Verfassungsbeschwerde" (Artikel 94 (2) GG, § 93a (1) BVerfGG, § 93d (1) BVerfGG). Wenn das Gericht überarbeitet ist, eine Beschwerde von Otto Normalbürger ohne große mediale Beachtung eingelegt wird oder man politisch korrekt der Politik nicht auf die Füße treten will, wird eine Verfassungsbeschwerde halt ohne Angabe von Gründen einfach nicht zur Entscheidung angenommen.

Was soll der rechtstreue Bürger denn noch tun? Die einfachen Gerichte dürfen über verfassungsrechtliche Fragen nicht urteilen. Das Bundesverfassungsgericht kann sich ziemlich willkürlich aussuchen, welche Beschwerden man verhandeln möchte und welche eben nicht. Der Beschwerdeführer wird von keinem Verfassungsrichter angehört. Eine Begründung der Nichtannahme muss nicht erfolgen. Eine Anfechtung der Nichtannahme ist nicht möglich. Aber bei welchem Gericht könnte man rügen, dass das Bundesverfassungsgericht die Grundrechte "Rechtswege-Garantie" (Artikel 19 (4) GG), den "Gesetzlichen Richter" (Artikel 101 (1) GG) und den "Anspruch auf rechtliches Gehör" (Artikel 103 (1) GG) nicht hinreichend beachtet?

Und das Schornsteinfeger-Handwerk? Zwar musste man 2008 nach Intervertion der Europäischen Union hinnehmen, dass das zuvor lebenslange und gut bezahlte Tätigkeits-Monopol etwas beschnitten wurde, aber in der praktischen Auswirkung hat sich kaum etwas geändert. Ausgenommen vielleicht, dass nach dem Wegfall der Ausführungsmonopols zwar theoretisch eine freie Dienstleisterwahl auf dem Papier steht, ein Markt jedoch auch nicht im Ansatz funktioniert. Die örtlichen "schwarzen Bezirks-Fürsten" verteilen oft nach wie vor die uralten Hinweiszettel "Schornsteinfeger kommt", auch wenn sie formalrechtlich gar keinen Auftrag des Kunden haben. Einzig, die Preisbindung ist entfallen. Und da der Hausbesitzer meist keine wirkliche Wahl hat, bleibt Vielen kaum etwas anderes übrig, als auch Mondpreise zu zahlen, nur um nicht in die Fänge der Aufsichtsbehörde zu gelangen.

Und beschwert sich ein Bürger dann doch mal bei der "Aufsichtsbehörde", stellt man schnell fest, das von "Aufsicht" gar keine Rede sein kann, da der Verwaltungsmitarbeiter weder fachlich noch rechtlich überhaupt ausgebildet ist, eine "Aufsicht" so wahrzunehmen, dass seine "Amtshandlung" wirklich diese Bezeichnung tragen dürfte. Man fragt bestenfalls mal bei der Innung nach, ob das denn so in Ordnung sei. Nun ist eine Innung jedoch eine Interessenvereinigung einer handwerklichen Branche. Man sagt, eine Krähe würde keiner anderen ein Auge aushacken. Und keine Schornsteinfeger-Innung wird je die Sinnhaftigkeit gesetzlich vorgeschriebener Verdienstmöglichkeiten in Frage stellen. Man darf doch nicht die Frösche fragen, wenn man den Sumpf trocken legen will !


Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, dürften Sie zumindest erste Zweifel an dem Märchen von der "Schornsteinfegern als Glücksbringer" entwickelt haben. Vielleicht haben Sie eine moderne, elektronisch gesteuerte Brennwert-Heizung. Außer etwas feuchter Abluft kommt da nichts heraus, was zu einer brandgefährlichen Ablagerung von Russ im Schornstein führen könnte. Wer jetzt jedoch glaubt, ohne Russ bräuchte man auch keinen Russ-Entferner, der denkt bereits viel zu logisch. Eigentlich sind Schornsteinfeger doch nichts anderes als "Spezial-Gebäudereiniger". Wenn es jedoch nicht mehr genug zu kehren gibt, dann tut dieses "Handwerk" einfach so, als sei es einzig und allein für Sicherheitsüberprüfungen in deutschen Häusern berufen. Aber praktisch keiner der schwarzen Männer (und Frauen) hat ein Studium als Bauingenieur oder Maschienenbauingenieur absolviert. Praktisch kein Schornsteinfeger ist ein "vereidigter Sachverständiger für Heizungsanlagen". Vielmehr treten die Schornsteinfeger nach der 2008 erfolgten Gesetzesänderung nunmehr sogar in Personalunion als Verwaltungsleiter beim Erlaß des Feuerstättenbescheids (Verwaltungsakt) auf, sie erledigen als angebliche Handwerker dann die vorgeschriebenen Reinigungsarbeiten und bescheinigen letztendlich sogar noch als Kontrolleure in eigener Sache die Betriebssicherheit der Feuerungsanlagen. Wahrlich eine "eierlegende Wollmilchsau" mit der "Lizenz zum Abklassieren".

Und wenn ein Gebäudeeigentümer mal seinen Prüfpflichten nicht nachkommt? Dann schlägt die deutsche Bürokratie mit voller Macht und Härte zu. Kostet ein Original-Feuerstättenbescheid rund 13,- Euro, so berechnet die Verwaltung für einen Zweitbescheid (eigentlich nur eine Kopie mit Erinnerungscharakter) oft 100,- bis 150,- Euro. Und kann ein "Kehrgebührenpflichtiger" dann vielleicht gar keinen Schornsteinfeger in seinem Wohnumfeld finden, der anstehende Arbeiten und Prüfungen überhaupt und zu einem marktüblichen Preis erledigt, dann droht die Bürokratie mit einer Zwangsöffnung der Wohnung per Schlüsseldienst und einer "Ersatzvornahme" zum erhöhten Preis (bestellt der Bürger den "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger", kann dieser den Auftrag ablehnen - Kommt der Auftrag von der Verwaltung wird zwar gekehrt und geprüft, aber zu Wucher-Preisen, die mit der Verwaltung ausgewürfelt wurden.).

Wer auch nur etwas hinter die Fassade blickt, erkennt sehr schnell, dass es hierbei lediglich vorgeschoben um "Sicherheit" geht. Unterläßt ein KFZ-Besitzer die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung, so droht ihm je nach Überschreitungszeit ein steigendes Bussgeld. Und wenn er dann immer noch untätig bleibt, wird ihm von der Zulassungsstelle der Betrieb des KFZ untersagt (die Kennzeichen werden entstempet, das Fahrzeug darf nicht mehr im öffentlichen Raum benutzt werden.). Würde mann jedoch analog zum Schornsteinfeger-Sonderrecht vorgehen, dann würde die "Aufsichtsbehörde" die Garage durch einen Schlüsseldienst zwangsöffnen lassen und der "bevollmävhtigte Bezirks-Kfz-Mechaniker" würde das Fahrzeug dann zwangsprüfen (und reparieren).

Und wenn man dann noch genauer hinschaut, so wird man erkennen, dass es sich bei einem Großteil der "Schornsteinfeger-Kontrollen" um ziemlich sinnlose Schein-Prüfungen handelt. So muss man je nach Heizungsanlage an einem Zufallstag im Jahr oder auch nur alle zwei Jahre eine "Abgaswegeüberprüfung mit CO-Messung" bei einem Schornsteinfeger (nicht beim Heizungsinstallateur und auch nicht bei einem vereidigten Sachverständigen z.B. der Handwerkskammer) in Auftrag geben. Nun hält sich das Lebensrisiko jedoch nicht immer an die Einsatzpläne unserer Schornsteinfeger. Etwas makaber könnte man formulieren: Freitag kommt der Feger, alles in Ordnung. Samstag kommt ein (immer wieder als Hausptrisiko für deutsche Schornsteine dargestellt) frisch verliebtes Dohlenpäärchen und baut im Schornstein sein Liebesnest. Am Sonntag ist der Schornstein total verstopt, die Bewohnen finden einen grausamen Vergiftungstod durch Kohlenmonoxid (CO). Und welchen Nutzen hat die jährliche Prüfung durch den Schornsteinfeger? Nun, spätestens zum nächsten Termin werden bei der "Ersatzvornahme" die Leichen gefunden. </Ironie Ende>

Hätte der Betreiber einer Feuerungsanlage, die nicht bereits bauartbedingt mit einer elektronischen Störfall-Abschaltung versehen ist, für ungefähr den Preis, den ein Schornsteinfeger für eine einmalige "Abgaswegeüberprüfung" verlangt, im Baumarkt ein CO-Warngerät gekauft, alle Bewohner hätten auch einen unplanmäßigen Nestbau im Schornstein überlebt. Ein kleines bischen Technik liefert nämlich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr eine wirkliche Sicherheit. Und das ganz ohne "Feuerstättenbescheid", "bevollmächtigte Bezirks-Handwerker", eine "CO-Messung" im Abgas durch einen "Gebäude-Reiniger" und bürokratisch penibel auszufüllende Formblätter (gemäß Anlage 2 zur KÜO). Man fragt sich nur: Wie können all die Länder, die 1937 nicht mit "Kehrbezirken" und "Bezirks-Schornsteinfegern" beglückt wurden, nur überleben?

Wir haben die "Gaslaternen-Anzünder" längst in Rente geschickt. Die Bahn beschäftigt schon lange keine "Heizer" mehr auf ihren ICE-Zügen. Und niemand käme auf die Ide, dass die Profiltiefe der Reifen an unseren Fahrzeugen nur durch "Hufschmiede" kontrolliert werden dürfte (immerhin waren diese doch früher mal für die Hufeisen der Pferde und die Radreifen der Kutschen zuständig). Wäre es da im 21. Jahrhundert nicht endlich auch an der Zeit, dieses SONDER-Konstrukt, das sich "Schornsteinfeger-Recht" nennt, endgültig in die Abfalltonne überholter Gesetze zu befördern? Vielleicht kann ein SCHLANKES "Feuerstätten-Sicherheitsgesetz" dazu betragen, Gefahrenquellen zu minimieren, aber dies muss zeitgemäß, nach dem Stand der Technik und berufsgruppen-NEUTRAL erfolgen. Das, was 14,8 Millionen Haushalte in Deutschland aktuell immer noch erdulden müssen, ist in Wahrheit ein LOBBYISTEN-VERSORGUNGSWERK (warum sonst würde die KÜO "Kehr- und Überprüfungsordnung" vom WIRTSCHAFTS-Ministerium und nicht vom für Sicherheitsfragen eigentlich zuständigen INNEN-Ministerium herausgegeben werden? Weil es vorrangig um die WIRTSCHAFTLICHEN EINNAHMEN der Schornsteinfeger geht. Die "Sicherheit" ist hierbei lediglich die Märchen-Legende, um Hauseigentümern und Mietern in die Tasche greifen zu können.

Und nicht ganz zu Letzt will der Staat mit seinen "Bezirksschornsteinfegern" auch noch den Fuss im grundrechtlich geschützten Wohnraum der Bürger behalten. Denn spätestens wenn all die Kehr- und Prüfarbeiten, die im "Feuerstättenbescheid" vorgeschrieben wurden, erledigt und bescheinigt wurden, muss man doch davon ausgehen können, dass die Feuerungsanlagen hinreichend sicher und geprüft sind. Was aber soll dann noch die ZUSÄTZLICHE "Feuerstättenschau" durch einen monopolistischen "Bezirks-Handwerker"? Warum wird unser GRUNDRECHT auf "Unverletzlichkeit der Wohnung" (Artikel 13 (1) GG) per Gesetz (§ 1 (3) SchfHwG) eingeschränkt, um eine völlig sinnlose "Kontrolle der Kontrollen" ("Feuerstättenschau" durch einen "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger") vorzugaukeln? Änderungen an einer Anlage sind doch sowieso meldepflichtig. Und warum reichte es bis 2008, die Zusatz-Beschauung nur alle 5 Jahre durchzuführen und zu berechnen und heute sind die moderneren Anlagen wohl so risikobehaftet, dass sie zwei Mal in 7 Jahren "beschaut" werden müssen? Der "brave Deutsche" zahlt und schweigt !

Kurzum: Das gesamte SONDER-Konstrukt eines "Schornsteinfeger-Rechts" gehört umgehend ABGESCHAFFT. Und wenn die für SICHERHEIT nach Grundgesetz zuständigen BUNDESLÄNDER dann doch der Meinung sind, die Deutschen seien so UNMÜNDIG, dass sie stärker als in anderen Ländern BEAUFSICHTIGT werden müssten, so würde wohl nicht nur ich erwarten, dass VOR einer NEUEN GESETZGEBUNG zumindest von TECHNISCH VERSIERTEN STELLEN mal ein RISIKO-GUTACHTEN erarbeitet wird. Und nur auf dieser NEUTRALEN Grundlage kann man dann überlegen, wie man die SICHERHEIT von Feuerungsanlagen UNBÜROKRATISCH angemessen gewährleisten kann. Vielleicht würde ja bereits ein Blick über die Grenzen hinweg zeigen, warum die Häuser in anderen Staaten ohne Schornsteinfeger-Sonder-Gesetz noch nicht abgebrannt sind. Bleibt lediglich EIN Problem: Man kann die deutschen Bürger nicht ENTLASTEN, ohne irgend Jemanden etwas weg zu nehmen. Also wird für einen Teil der Schornsteinfeger folglich eine berufliche Neuorientierung anstehen. Da das Handwerk jedoch zunehmend über Personalmangel klagt, dürfte es oftmals z.B. lediglich eine Frage der Umschulung oder Weiterbildung sein, um Schornsteinfeger zu Heizungsinstallateuren oder Ofenbauen zu machen, die dann nach den Regeln des FREIEN MARKTES auf Grund einer sinnvollen DIENSTLEISTUNG vom Kunden bestellt, beauftragt und bezahlt werden. Und "Kehrbezirke" werden hoffentlich bald etwas sein, nach den unsere Jugend lediglich in einem Historien-Quiz gefragt wird.


Bleibt die Frage: Was kann man tun?
Am leichtesten wäre wohl der Rat, möglichst schnell schreiend das Land zu verlassen. Denn das, was im Kleinen beim Schornsteinfeger-Sonder-Recht sichtbar wird, findet in vielen anderen Lebensbereichen in noch viel größerem Maßstab statt. Die wirklich großen Abzocker verstehen es lediglich besser, wie ein Magier das Gegenüber mit der linken Hand abzulenken, während die rechte in desssen Tasche nach den Moneten greift. Doch leider funktioniert dieser Rat nicht oder nur sehr eingeschränkt. Die die Probleme, die man in Deutschland zurückläßt, tauscht man in der Lebenspraxis dann lediglich durch andere Probleme in anderen Regionen der Welt aus. Flucht ist somit zumindest für die breite Masse kein Ausweg. Man muss vielmehr die Augen offen halten, um Unstimmigkeiten und Probleme zunächst zu erkennen. Und dann folgt (leider) die ggf. länger andauernde Phase des "aktiven Hinterfragens" und der "angemessenen Gegenwehr". "Steter Tropfen höhlt der Stein.", sagt ein Sprichwort. Es sind folglich die KLEINEN SCHRITTE, die unaufhaltsam irgendwann zu einem Ergebnis führen.

Der "bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" muss rechtlich als BEHÖRDE angesehen werden. Denn nur BEHÖRDEN dürfen Verwaltungsakte erlassen. Und der "Feuerstättenbescheid" ist eben ein solcher Verwaltungsakt. Es gibt zwar juristisch gute, ja zwingende Argumente, mit denen man sich gegen eine "Feuerstättenschau" (Grundlage der Feuerstättenbescheids) zur Wehr setzen kann, aber es ist weder nervlich noch finanziell sinnvoll, einen solchen Gang vor Gericht für alle Hausbesitzer zu empfehlen. Hier braucht es auch nicht Masse, sondern eher mal den (pensionierten) Juristen, der aus Interesse an der Sache ein MUSTER-VERFAHREN im Interesse und zum Wohl aller deutschen Hauseigentümer und Mieter führt.

Der einzelne Gebäude-Eigentümer sollte zunächst einfach mal daran denken, dass derjenige, der den "Feuerstättenbescheid" erläßt, ja eine BEHÖRDE ist. Und einer BEHÖRDE erteilt man (normalerweise) keine HANDWERKLICHEN AUFTRÄGE. Wenn es also (abhängig von der Wohn-Region) irgend eine Möglichkeit gibt, einen ANDEREN Schornsteinfeger mit den vorgeschriebenen Kehr-, Meß- und Prüfarbeiten zu BEAUFTRAGEN, kann JEDER bereits etwas dazu beitragen, STAAT und WIRTSCHAFT zu trennen und Stückchen für Stückchen einen MARKT anzustoßen. Man beauftragt ja auch nicht den Leiter des Baumts (das den Bauantrag genehmigen muss) mit der Rohbauerstellung. Der EINE schreibt vor, ein ANDERER erledigt die Arbeiten.

Vielleicht holt eine Hausverwaltung ja auch mal ANGEBOTE für alle betreuten Objekte ein. Vielleicht schreibt eine GEMEINDE oder STADT-VERWALTUNG ja mal die Schornsteinfeger-Arbeiten für alle öffentlichen Gebäude aus (alles aus EINER HAnd wäre nicht nur einfacher zu verwalten, sondern würde einen "Mengen-Rabatt" förmlich erzwingen). Fällt einem "Kehrbezirks-Fürsten" ein Einfamilienhaus weg, so merkt er den Umsatzrückgang praktisch nicht. Immerhin hat so ein "Kehrbezirk" ca. 2000 bis 2500 Liegenschaften, auf deren Daten der "Handwerker" Zugriff hat. Fallen jedoch mal 100 Einheiten einer Wohnanlage weg, wird dies auch der bequemste "Bezirkskehrer" mitbekommen. Alos wird er versuchen, neue, andere "Kunden" zu finden. Und Tröpfchen für Tröpfchen entsteht so etwas wie ein MARKT. Mehrere ANBIETER bewerben sich un AUFTRÄGE eines KUNDEN. Solange auch die unfreundlichsten Zeitgenossen, die als "Bezirksschotrnsteinfeger" bestellt wurden, auf ihr staatlich zugewiesenes Potential von hinreichend vielen "Zwangs-Kunden" vertauen können, kann "Freundlichkeit" oder gar "Service" klein geschrieben werden. Man malt einfach das Schreckgespenst des Wohnungsbrandes an die Wand, erwähnt das Risiko der CO-Vergiftung und hängt fleißig Zettel hin "Der Schornsteinfeger kommt". Und diejenigen, die vielleicht doch mal aufmucken, die einen anderen Termin wollen oder die gar nach dem Preis fragen, verschreckt man mit einem Hinweis auf die gesetzlichen Pflichen, auf die Aufsichtsbehörde, den Zweitbescheid, die Zwangsöffnung der Wohnung und die teure Ersatzvornahme. Und schon sind die allermeisten der braven deutschen Gehorsamsbürger auch weiterhin "Kunde" selbst des mürrischsten und unqualifiziertesten Schornsteinfegers.

Aber das muss nicht sein. Jeder Gerbäudeeigentümer hat das Recht, die Schornsteinfegerarbeiten nach Feuerstättenbescheid FREI zu vergeben. Also einfach ca. 1 Monat vor dem Termin mal Arbeitskollegen oder Bekannte aus dem Wohnumfeld, die in einem anderen Kehrbezirk wohnen, nach EMPFEHLUNGEN fragen. Der FREUNDLICHE und SERVICE-ORIENTIERTE Anbieter wird so mehr "LIKES" und somit Aufträge bekommen. Und vielleicht hat der nette Nachbar ja auch Prüfungen an der Feuerungsanlage zu erledigen. Wenn der Schornsteinfeger aus dem Nachbarbezirk (oder am besten ein FREIER SCHORNBSTEINFEGER, der gar keinen Bezirk betreut) gleich mehrere Häuser in einem Rutsch abarbeiten kann, lohnt sich auch mal ein etwas längerer Anfahrtsweg oder ein zuschlagfreier Termin am Samstag.

Daneben sollten Interessierte aber durchaus auch mal der Politik auf den Pelz rücken. Fragen Sie im Wahlkampf doch mal den Kandidaten, der mit seinem Stand in der Fußgängerzone om Stimmen wirbt, wie sich seine Partei unbd wie er (oder sie) sich persönlich zu diesem SONDER-RECHT stellt. Selbst wenn diese noch nie etwas vom "Schornsteinfeger-Sonder-Recht" gehört haben, so bleibt doch immer ein Keim für ein NACHDENKEN im Kopf. Ein paar FRagen, eine kurze Diskussion kosten nichts, können aber wieder ein kleiner Schritt hin zu einer Veränderung sein.

Und letztendlich bleibt dann (für diejenigen, die die entsprechenden Nerven haben), auch noch der RECHTSWEG. Prüfen sie unbedingt Ihren "Feuerstättenbescheid", ob dieser den Tatsachen entspricht und ob die Fristen eine GEMEINSAME Erledigung der Arbeiten ermöglichen. Kleinere Fehler oder Korrekturen sind per GEGEN-VORSTELLUNG oft auch ohne formelles Rechtsmittel möglich. Aber beachten Sie, die RECHTSMITTELFRIST für einen WIDERSPRUCH (oder direkt eine ANFECHTUNGS-KLAGE in den Ländern, die den Bürgern ein Widerspruchsverfahren vorenthalten) beträgt nur EINEN MONAT AB ZUGANG des Verwaltungsakts.

Denjenigen, die sich hinsichtlich rechtlicher Aspekte etwas genauer informieren möchten, als die auf dieser Internet-Seite möglich ist, biete ich an, mich einfach mal ANZURUFEN. Ich bin zwar KEIN RECHTSANWALT (sondern nur interessierter und fachkundiger Bürger, der sich in ein Spezialrecht eingearbeitet hat) und darf daher KEINE RECHTSBERATUNG anbieten oder jemanden vor Gericht vertreten. Aber ich darf natürlich INFORMIEREN und auf Paragrafen oder Urteile hinweisen. Mit etwas mehr Hintergrundwissen können Betroffene dann ja auch viel sachkundiger mit einem RECHTSANWALT der eigenen Wahl sprechen. Und im Gegenzug freue ich mich auch, wenn jemand, der in irgend einem Bereich erfolgreich war, mir seine Erfahrungen und Tipps mitteilt.


 

BITTE ANRUFEN !

ICH LESE KEINE E-MAILS !

 

Das Internet ist eine tolle Entwicklung. Es hilft, Informationen zu finden und Kontakte zu knüpfen. Leider wird es jedoch immer mehr auch zu rein wirtschaftlichen (und andern unerwünschten) Zwecken missbraucht. Die Technik sollte für den Menschen da sein. Zunehmend entwickeln sich manche Strukturen und System jedoch leider so, dass der Mensch zum funktionellen Element degradiert wird.

Ich habe früher täglich mehrere E-Mail-Postfächer abgearbeitet und mehrere Foren verfolgt und regelmäßig kommentiert. Und ganz schleichend wurde ich zum Abhängigen der Technik. "Wie kann man in der heutigen Zeit nur ohne Internet oder EMails leben?" Nun, man muss es nur tun! Ich gönnte mir zunächst ein computerfreies Wochenende, dann eine internetfreie Woche. Und, ganz komisch, mein Bauch gab mir ein befreites und wohliges Feedback. Allein der Gedanke, gleich wieder vielleicht 100 Spam-Mails sichten und löschen zu müssen, führte hingegen bereits zu einem Grummeln im Magen. Und spätestens, als nach einer System-Neuinstallation das nächste Schadprogramm aus dem Internet noch nicht mal eine Woche auf sich warten ließ, ergab sich für mich die Frage:
INTERNET MIT BAUCHSCHMERZEN oder EINFACH MAL NETZFREI LEBEN ?
Und so wurden bei mir die internet-abstinenten Zeiten immer länger. Und die Freiheit des Lebens ist wieder da !

Alles, was wirklich wichtig ist, erreicht mich immer noch per Telefon oder Normalpost. Und im Bedarfsfall kann ich (nach vorheriger Absprache) auch mal eine Internet-Seite lesen, ein Mail abholen oder versenden. Aber ICH MUSS ES NICHT ! Daher bitte ich um Entschuldigung, dass ich diese Internet-Site nicht mit den neuesten und ganz aktuellen Informationen bestücke. Ich bitte um Nachsicht, dass meine EMail-Postfächer vor nicht abgeruferer Nachrichten überlaufen.

ABER: Auch wenn ich im Netz nicht mehr so präsent bin, das SCHORNSTEINFEGER-SONDER-RECHT verfolge und bekämpfe ich auch weiterhin. Nur jetzt viel einfacher als zuvor. Am Telefon kann man nämlich ganz einfach Rückfragen stellen. Dies erspart eine Menge getippte Mails, die hin und her und ggf. sogar aneinander vorbei geschrieben werden. Wenn Sie also FRAGEN oder ANREGUNGEN haben oder einfach mal über das Thema PLAUDERN möchten, ICH FREUE MICH ÜBER ANRUFE. (Am besten nachmittags oder abends. Wenn ich weg bin, dann hebt keiner ab. Wenn ich telefoniere, dann ist besetzt. Wenn ich beschäftigt bin, bleibt immer die Zeit, einen anderen Zeitpunkt für ein entspanntes Telefonat zu vereinbaren.)

 

TELEFON: (06134) 56 46 20

 


© Th.W.Müller